RONNY – ein außergewöhnlicher Maremmano-Mischling

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Steckbrief: Ronny

Geburtsdatum: 01.01.2017
Geschlecht: männlich
Rasse: Maremmano-Mischling

Notfall: nein
kastriert: ja

Schulterhöhe: ca. 65 cm, ca. 45 kg

Krankheiten: Räude 2019, Behandlung abgeschlossen; Filarien 09/2019 Behandlung 2019-2020, Nachtest 09/2020: negativ
Ergebnis MMC: Filarien, Leishmaniose, Anaplasmose, Borreliose negativ, Ehrlichiose positiv, bereits behandelt

verträglich mit
Rüden:
Hündinnen: ja
Katzen: nein

Familienhund: ja
kinderfreundlich: ja

Vermittlung: Deutschland (bundesweit), Österreich, Schweiz

Pflegestelle: ja
Paten: ja

Aufenthaltsort: Sardinien

Schutzgebühr 250,00 € + MMC 75,00 € (Transportkosten von 150€ wurden gespendet)

Ansprechpartner:
Karin Loebnitz
Mobil: 0177/ 7 00 33 77
eMail: k.loebnitz@saving-dogs.de
Homepage: www.saving-dogs.com

Update 25.01.2020

Ronny ist ein Herdenschutzhund par excellence. Er hat höchste Wachqualitäten und ist aufgrund seiner selbstbestimmten Vergangenheit ein großer Freigeist. Dennoch ist er verträglich und könnte mit einer Hündin gut zusammenleben. Ronny ist dabei absolut! menschenbezogen, fordernd und äußerst verspielt. Ein Hund, der mit seinen Menschen bedingungslos durch dick und dünn geht.

Wir suchen für diesen außergewöhnlichen Maremma ebenso außergewöhnliche Menschen: Seine künftige Familie sollte unbedingt Herdenschutzhund-erfahren sein, über ein wirklich großes, eingezäuntes Grundstück (Zaun 1,60 mtr) verfügen und ihm – bei ganz enger Familienanbindung – dennoch die Freiheit einräumen, die er benötigt.
Ronny braucht eine souveräne, gelassene, freundlich-konsequente Führung, dabei jede Menge Zuwendung. Härte verbietet sich (wie bei all unseren Schützlingen) von selbst. Vertrauensarbeit ist das Zauberwort und muss gelebt werden.

Update 26.11.2019 – Ronny macht sich super!

Tolle Neuigkeiten: Ronny geht es schon sichtlich besser! Wir haben ihm auf Sardinien Blut abgenommen, es in unserem deutschen Labor für Mittelmeerkrankheiten auswerten lassen und konnten somit seine Behandlung für Sarcoptes-Räude und Filarien punktgenau starten. Ronny ist ein Musterpatient, der dankbar alle Hilfsmaßnahmen und jede Zuwendung annimmt. Seine Haut heilt unter der Behandlung gut ab, das Fell beginnt nachzuwachsen. Er bekommt täglich einen Vitamincocktail, Mineralien sowie Frischfleisch (und Pasta), damit er etwas auf die Rippen bekommt. Ronny ist inzwischen richtig fröhlich und gut drauf, genießt täglich seine Zeit im Auslauf. Kein Vergleich zu dem Häufchen Elend, das sich bei unserem ersten Klinikbesuch schon fast aufgegeben hatte. Ronny ist jetzt Lebensfreude pur und wir können kaum erwarten, in demnächst in voller Pracht zu präsentieren.

Ronny`s Geschichte: Er sollte erschossen werden

Er fiel unserer Kollegin Claudia bei ihren Fahrten nach HOPE auf. Schwer von Sarcoptesräude gezeichnet und kaum noch als Maremmano zu erkennen, hielt sich dieser Hund fast immer in der Nähe einer Schafherde auf. Waren die Schafe nicht da, sah man auch ihn nicht. Ein Bild des absoluten Elends…

Claudia ließ der arme Tropf keine Ruhe. Sie blieb am Ball, wartete bis sie den Bauern sah, der die Schafe trieb und erkundigte sich bei ihm. Der Bauer war ziemlich angewidert, beklagte sich darüber, dass der Hund schon seit Welpenalter mit seinen Schafen mitzöge. Es sei aber nicht seiner. Dennoch habe er ihm mal etwas gegen seine Räude gegeben – es hätte aber nichts genützt. Der Bauer wirft ihm wohl auch ab und an etwas zu fressen hin, damit er nicht verhungert. Er gab Claudia zu verstehen, dass der kranke Maremmano sehr gefährdet sei. Die Tatsache, dass er intensiv an den Schafen hängt, bringt die anderen Bauern und Schäfer auf den Plan. Sie wollen ihn erschießen, weil sie Angst haben, dass er ihre Schafe infiziert.

Bei Claudia schrillten alle Alarmglocken. Sie informierte uns und begann konsequent, den Rüden anzufüttern. Sie nannte ihn Ronny. Jeden Tag fuhr sie zu ihm, bewaffnet mit Würstchen, Hühnerfleisch oder Schinken. Zunächst war Ronny Herdenschutzhund-typisch reserviert und misstrauisch. Er nahm jedoch das Futter auf Distanz an. Claudia arbeitete sich Stück für Stück vor, jeden Tag verringerte sie die Distanz. Und dann war es soweit, sie konnte ihn sachte berühren.

Zuerst war Ronny das mehr als suspekt, er hat ja keinerlei positive Erfahrung mit Menschen. Aber Claudia konnte sich sein Vertrauen mit großem Zeitaufwand erarbeiten. Eigentlich wollte sie eine Falle mit Futter aufstellen. Aber das hätte eventuell die Vertrauensarbeit zunichte gemacht. Also nahm sie sich ein Herz, fuhr gemeinsam mit ihrer Schwester zu Ronny und legte ihm bei der täglichen Fütterung eine Leine um den Hals. Bingo! Gemeinsam mit ihrer Schwester setzte sie ihn in eine Box und dann sofort ab in die Klinik.

Ronny hatte nicht viel einzuwenden, denn er ist entkräftet und im Moment sehr krank. Ein fast gebrochener Hund, der aber zu spüren scheint, dass es nun jemand gut mit ihm meint. Zur Abstimmung der Medikamente haben wir 2 Schnelltests machen lassen. Ronny wurde auf Leishmaniose negativ, auf Dirofilariose (Herzwürmer) positiv getestet. Die Behandlung der Sarcoptesräude kann wegen der Filarien nur sehr vorsichtig dosiert stattfinden. Dies verlangsamt zwar den Prozess etwas, jedoch ist uns das Risiko, dass unter normaler Dosierung der Medikation zu viele Mikrofilarien auf einmal absterben, zu hoch (Intoxination).

Ronny ist nun auf HOPE in der Quarantäne und wird behandelt. Claudia verwöhnt ihn jeden Tag mit Hühnchen und Schinken, spricht und schmust mit ihm. Aus hygienischen Gründen geht das auf HOPE natürlich nur mit Handschuhen. Ronny stört es nicht weiter. Seine Blicke sprechen Bände. Er muss körperlich und auch seelisch heilen. Beides wird viele Wochen dauern. Aber Ronny ist jung, knapp 4 Jahre alt. Wir sind zuversichtlich, dass uns irgendwann ein wunderschöner, cremeweißer Maremmano hoch erhobenen Hauptes und wedelnd gegenübersteht, um uns zu begrüßen.
Wenn Sie sich für Ronny interessieren, beachten Sie bitte unsere nachfolgenden Vermittlungsvoraussetzungen:

– Bitte keine Etagenwohnung – auch nicht im Erdgeschoß, eines Mehrfamilienhauses!
– Hundeerfahrene Menschen
– Menschen, die Vertrauen gegen Vertrauen setzen, um eine intensive Bindung mit dem Herdenschutzhund eingehen zu können.
– Menschen, die in ihrer Kommunikation mit dem Hund klar, eindeutig, aber auch liebevoll konsequent sind.
– Sie sollten keinen Kadavergehorsam erwarten, sondern einen Hund, der sehr selbstständig denkt und handelt.
– Ein möglichst freistehendes Haus mit großzügigem Gartengrundstück, sicher und hoch (1,50m – 1,60m) eingezäunt.

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme, sofern Sie die vorgenannten Vermittlungsvoraussetzungen erfüllen. Gerne berate ich Sie auch zu der Rasse. Ich selbst habe seit 30 Jahren Herdenschutzhunde in meiner Familie!

Bitte beachten Sie unsere unten stehenden Haltungsbedingungen.

Wichtige Zusatzinformationen:

1. Weitere allgemeine Angaben:

In regelmäßigen Abständen besuchen unsere Vermittler die Schützlinge vor Ort.
Die Angaben zur Körpergröße sind geschätzt. Gewichts- und Altersangaben können, in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Feststellung, abweichen.
Sofern „unbekannt“ angegeben ist, kann saving-dogs leider keine näheren Angaben machen.
Krankheiten geben wir grundsätzlich an, sofern sie uns bekannt sind. Bisher unerkannte Krankheiten können wir nicht ausschließen.

2. Maremmanos / Herdenschutzhunde:

Informationen zum Maremmano / Herdenschutzhund haben wir für Sie zusammengefasst auf der Homepage unter dem Link

https://www.saving-dogs.com/hundevermittlung/herdenschutzhunde/der-maremmano-portrait/

Unter dem Link

https://www.saving-dogs.com/hundevermittlung/herdenschutzhunde/auszeichnet/

finden Sie unsere unbedingt zu beachtenden Vermittlungs- und Haltungsbedingungen für den Maremmano/Herdenschutzhund und auch deren Mischlinge.

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Saving Dogs e.V.http://www.saving-dogs.de
Sie interessieren sich für einen unserer Hunde? Bitte füllen Sie unser Kontaktformular für die Vermittlung aus.Wir sind eine Gruppe engagierter Hundefreunde, die nicht nur zusehen, sondern handeln möchte. Natürlich :-) sind wir fast alle Hundehalter, zumeist mit Hunden aus dem Tierschutz.Gefunden haben wir uns auf unterschiedlichen Wegen, kommen aus unterschiedlichen Berufen, unterschiedlichen Gegenden. Eines jedoch hatten wir immer gemeinsam:Die Liebe zum Hund und den Wunsch, diejenigen Artgenossen zu schützen, denen es nicht so gut geht wie unseren eigenen Weggefährten.Kennen Sie das? Man sitzt zusammen und jemand spricht plötzlich eine Idee, die im Grunde naheliegend ist, laut aus. "Gemeinsam Tierschutz betreiben". Und ab da läuft alles fast wie von selbst.Jeder von uns war schon vorher individuell im Tierschutz tätig, ob aktiv oder passiv. Aber dieses Potenzial zu einem gemeinsamen Projekt zu machen, unsere Ideen und Kräfte zu bündeln, weitere hilfsbereite und engagierte Tierfreunde unter gemeinsamer Flagge anzusprechen und zu begeistern, das war und ist nun eines unserer Ziele.Offizielle Webseite: www.saving-dogs.de/