RINGO – das Leben kann so irritierend sein

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RINGO, Groenendael-Mix, geb.: 2013, schwarz, ca.  50cm, ca.  25kg, kastriertringo201603_14Ringo sitzt im Tierheim und versteht die Welt nicht. Davor saß der prachtvolle Rüde in einem anderen Tierheim und es erging ihm nicht besser.

Ringo hat so ziemlich sein ganzes, noch junges Leben in italienischen Canili (Hundelagern) zugebracht. Er kennt von der Welt nur verschiedene Hundezwinger und soziale Beziehungen durfte er bestenfalls unter Tierheimbedingungen leben. Ringos Lebenserfahrungen beschränken sich auf das, den Parametern seiner zwangsweisen Unterbringung Gemäße.

Eine kurzzeitige Vermittlung Ringos in ‘normale Verhältnisse’ scheiterte denn auch am Vorstehenden.

Also sitzt der lackschwarze Rüde wieder hinter Tierheimgittern und hofft auf verständnisvolle, hundeerfahrene und lebenskluge Menschen, die ihm die Chance geben, an ihrer Seite und mit ihrer Unterstützung ‘innerlich’ ein ebensolcher Prachtkerl zu werden wie äußerlich.ringo201603_08

Seiner traurigen Vita geschuldet, verfügt Ringo weder über ein konstituiertes Selbstwertgefühl, noch über ausreichende Kompetenz, (insbesondere ungewohnte) Situationen einzuschätzen und adäquat darauf zu reagieren.

Der grundsätzlich freundliche, artgenossenverträgliche und an menschlicher Zuwendung dringend interessierte Rüde ‘schlingert’ vornehmlich hilflos – das heißt, ohne sich selbst helfen zu können und ohne konsistente, menschliche Hilfe(-stellung) – durch die vielfältigen Irritationen, welche das Leben bereithält, durch mehr oder weniger bedrohlich anmutende Situationen und Geschehnisse.

Ringo ist, im zwangsläufigen Kontakt mit Artgenossen darum bemüht, soziale ‘Unklarheiten’ zu (ver-)meiden, soweit dies unter seinen gegenwärtigen Lebensumständen möglich ist. Letzteres hat ihm zumindest den Ruf der Ungeselligkeit eingebracht. Fakt dürfte aber eher sein, dass Ringo mangels einer eigenen ‘hundlichen Position’ und erst recht mangels eines angemessenen Verhaltesrepertoires, um eine solche zu vertreten, seiner sozialen Unsicherheit nur zu entgehen vermag, indem er sich entzieht.ringo201603_07

Was den Umgang Ringos mit den, von ihm hochverehrten Zweibeinern anbelangt, so verhält es sich da zumindest ähnlich. Ringo liebt die Menschen, ihre freundliche Zuwendung, ihre Ansprache, gestreichelt und beschmust zu werden. Aber er versteht so wenig von ihren Erwartungen – von den Rahmenbedingungen, die mensch-hundliche Koexistenz ausmachen und bestimmen. Ringo ‘plumpst’ außerhalb der langgewohnten Tierheim-Abläufe, von einer für ihn neuen, uneinschätzbaren oder gar bedrohlich empfundenen Situation in die nächste. Und wenn es für Ringo dann nicht die Möglichkeit gibt, sich dem zu entziehen, wenn er sich gar in der hundlichen Pflicht sieht, vermeintlich für seine Menschen einstehen zu müssen, (re-) agiert er wohlmöglich desorientiert, überzogen und situationsinadäquat.

Vielleicht wird es irgendwann, wenn Ringo ‘festen Boden unter den Pfoten hat’, gut sein, wenn er sich einer hundlichen Aufgabe widmen kann, wenn er darin zeigen und beweisen kann, dass er seinen Menschen ein wertvoller und wichtiger Partner ist, der kraft seiner hundlichen Talente zur gemeinsamen Lebensgestaltung beiträgt.

Ringo ist gesund und in guter körperlicher Verfassung.

Eine Testung auf Dilofilarien verlief negativ. Da Ringo aus einer Gegend stammt, wo das Infektionsrisiko bezüglich Leishmaniose gegen Null tendiert, ist kein Leishmanien-Test erfolgt. Im Bedarfsfall kann dies aber noch nachgeholt werden.ringo201603_02

Der junge Rüde ist kastriert und zieht gechipt, grundimmunisiert und gegen Tollwut geimpft in sein neues Zuhause.

Neue, klare Menschen braucht der Hund.

Menschen, die dem äußerlich in hundlichem Hochglanz strahlenden Rüden das krisengeschüttelte Innere beruhigen und befrieden. Menschen, die Ringo mit aller gebotenen Behutsamkeit, Gradlinigkeit und absoluter Verlässlichkeit zur Seite stehen und ihn in die Kunst einführen, unaufgeregt und glücklich durchs Leben zu gehen. Menschen mit Hundeerfahrung und Einfühlungsvermögen in die Nöte eines, mit sich alleingelassenen Hundes. Menschen mit unendlicher Geduld, vertrauenswürdiger und liebevoller Beharrlichkeit und dem Vermögen, diese auch artübergreifend zu vermitteln.

Ringo wird solcher Menschen lange – hundelebenslang – und umfänglich bedürfen. Und er wird ihnen dieses ‘Engagement’ für seine Belange mit unverbrüchlicher, hundlicher Liebe und Treue vergelten.

Ansprechpartner: silke.worch@adoptiere.eu, 0170-5782526.ringo201603_06

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Der Verein adopTiere wurde am 16. September 2006 in Leipzig gegründet, hat seinen Sitz in Sternsruh trägt den Namenszusatz e.V..

Da unser Werdegang in einem Canile in den Abruzzen begonnen hat, liegt unser hauptsächliches Interesse zur Zeit bei den Tierheimhunden Italiens. Dabei helfen wir gezielt nichtstaatlichen Hundeheimen, die oft einem ungeheuren Druck der dortigen Behörden und der Bevölkerung ausgesetzt sind.

Unser Ziel ist dabei nicht ausschließlich, Tiere nach Nordeuropa zu holen, um ihnen hier ein neues, liebevolles Zuhause zu geben. Kastrationsprojekte, bei denen Hunde und Katzen anschließend an ihrem angestammten Platz wieder ausgesetzt werden, finden ebenso unsere Unterstützung wie eine artgerechte Unterbringung vor Ort. Wir versuchen, Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, wo immer wir können, um ein Bewusstsein für das Elend der Tiere zu schaffen und die Lage vor Ort zu verbessern. Wichtigster Gesichtspunkt bleibt für uns aber immer, Tieren zu helfen, die in Not geraten sind - egal wo und auf welche Weise.



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