Bubu II, Mischling, geb. ca. 6/2014, 31 kg, 65 cm SH, kastriert

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In Spanien

Bubu hat keine gute Vorgeschichte. Er lebte zusammen mit 2 anderen Hunden bei einem alten Mann. Dieser hatte allerdings nicht viel Interesse an ihnen. Sie waren eben da, konnten vom Haus in den Garten, bekamen regelmäßig ihr Futter und Wasser, aber das war’s auch schon. Keine Bindung, keine Streicheleinheiten, eine Spaziergänge, eben nur das Nötigste, was ein Hund zum Überleben braucht.

Tja und dann passierte das, was unvermeidlich war, der Mann verstarb und niemand aus der Familie wollte die 3 Fellnasen übernehmen – also brachte man sie ins Tierheim. Das Entsetzen war riesig… was war das? Es gab noch andere Hunde? Und dann auch noch so viele??? Wer waren diese Zweibeiner? Und warum wurden sie jetzt hinter Gittern eingeschlossen? Fast schon regungslos und mit weit aufgerissenen Augen beobachteten sie die anderen Hunde, die Pfleger und Volontäre.

Es dauerte Wochen bis sie endlich Fuß fassten und sich langsam an das Leben im Tierheim gewöhnten. Bubu ist ein sehr unsicherer Hund, der bis dato nur wenig kennengelernt hat. Alles ist neu und unbekannt. Also fingen die Volontäre an mit ihm zu arbeiten. Die ersten Berührungen und Streicheleinheiten ließen ihn erstarren, was ist denn das? Aber es fühlte sich gar nicht so übel an. Bubu braucht etwas Zeit um sich den Menschen zu nähern und Vertrauen zu fassen. Hat er diese Hürde genommen, kommt er langsam näher, schnüffelt ganz vorsichtig und bitte um weitere Streicheleinheiten und Zuwendungen.

Dann folgte der 2. Schritt, ein Spaziergang. Bubu ließ sich das Geschirr anziehen und verließ mit den Volontären das Tierheim. Und auch hier, alles neu und aufregend, aber Bubu meisterte die für ihn unbekannte Situation hervorragend. Langsam eroberte er die neue Welt mit seinen Gerüchen, Bäumen und Büschen, alles wurde intensiv untersucht, bestaunt und erobert. Die anfängliche Angst ist einer großen Unsicherheit gewichen, er möchte die Welt entdecken, es gibt so vieles, was er noch nicht kennt, noch nie gesehen hat – nur manchmal fehlt ihm einfach noch etwas der Mut.

Die kleinen Spaziergänge absolviert er absolut ruhig und sucht dabei eine enge Bindung zu den Volontären, sie sind seine Begleiter und seine Sicherheit. Begegnen ihm andere Hunde, gibt es kein Problem, bzw. sie interessieren Bubu nicht. Er beschäftigt sich lieber mit den Volontären oder anderen Dingen.

Am Wochenende wurde er von einer Volontäre mit nach Hause genommen und Bubu zeigte sich sehr vorbildlich. Er bewegte sich im Haushalt sehr sicher, war stubenrein und entdeckte auch schnell ein Körbchen mit einer dicken Decke. Das war so richtig nach
seinem Geschmack. Schnell hatte er das bequeme Hundebett in Beschlag genommen und fühlte sich nach langer Zeit mal wieder richtig wohl und glücklich….

Für Bubu suchen wir eine ruhige Familie, gerne mit älteren Kindern, die Verständnis für Bubus Unsicherheit haben. Eine weitere sichere Fellnase wäre von Vorteil und auch Katzen sind kein Problem.

 

Kontakt:

Gabriela Schöppe

E-Mail: schoeppe@vergessene-tierheimhunde.de

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