Wenn kleine Hunde Großes brauchen – Welpen im neuen Zuhause

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Egal, in welchem Alter: Ihre Hunde sind – zumindest für Frauchen und Herrchen – immer die süßesten Wesen dieser Welt. Sind die Tiere noch ganz jung, werden sie für Jedermann zu den niedlichsten Gefährten, die man sich vorstellen kann.

Aber Hunde im Welpenalter sind keine Spielzeuge. Von Anfang an muss die Erziehung ernst genommen und die Tiere in ihrer neuen Heimat sozialisiert werden. Dazu gehört eben auch, dass nicht nur mit ihnen gespielt wird, sondern ihnen auch Grenzen aufgezeigt werden.

Vielen Haltern fällt ein solches Verhalten schwer. Und das rächt sich dann, wenn später einiges nachgeholt werden muss in Sachen Gehorsam beim Hund und Konsequenz beim Halter. Von daher heißt es am besten gleich: Schulbank drücken für beide Seiten – noch bevor es in der Hundeschule mit den Welpenstunden losgeht. Denn Hunde, und gerade auch die jüngsten unter ihnen, sind nicht in erster Linie knuffig. Sie sind vielmehr zuallererst Lebewesen, denen man Orientierung und Sicherheit geben muss.

Wer sich einen Hund aus dem Tierschutz holt, weiß oftmals nichts über dessen Vorgeschichte. Das ist anders, als wenn man sich einen Welpen von einem seriösen Züchter holt und von diesem über die Stellung des Tieres im Rudel aufgeklärt werden kann. Trotzdem ist es natürlich ein Vorteil, einen Hund so jung wie möglich bei sich aufnehmen zu können, auch im Tierschutz gibt es Junghunde und Welpen.

Und am Ende ist es gleich, woher das Tier kommt: Es wird von der Mutter und seinen Geschwistern abgenabelt und muss sich in einer ganz neuen Umgebung, in einem neuen Rudel, in einer Welt mit anderen Gerüchen und Reizen zurechtfinden. Das ist eine riesige Herausforderung, die Zeit benötigt und die auch Frauchen und Herrchen einiges abverlangt.

Daher sollten sich diese vorab ausreichend informieren, um dann von Beginn an die nötige Souveränität auszustrahlen und dadurch Ruhe zu vermitteln. Hilfreich ist da zum Beispiel der Fressnapf-Ratgeber „Welpen willkommen“, aber auch diverse Foren und natürlich vor allem der direkte Kontakt vor Ort in einer Hundeschule oder Welpenspielgruppe.

Ist dann der Einzug einmal geschafft und der Hund so langsam dem Welpenalter entwachsen, bleibt Zeit genug für schöne Erinnerungen an eine gemeinsame Zeit, über die man dann immer noch lang und breit in Worten wie knuffig, süß und niedlich schwärmen kann. Und zwar trotz der vielen kleinen Missgeschicke (Stichwort Stubenreinheit), beknabberten Einrichtungsgegenstände und kleinen Verletzungen beim spielerischen Treiben.

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