In Split (Kroatien).

Sady ist eine freundliche, aber zurückhaltende Hündin. Fremden Menschen gegenüber ist sie anfangs noch sehr schüchtern, taut aber schnell auf. Sie lernt gerade, dass das Leben auch schöne Seiten hat und entwickelt sich von Tag zu Tag besser. Mit anderen Hunden kommt sie sehr gut aus. Sie würde sich daher auch sehr gut als Zweithund eignen. Sady würde gut in eine Familie passen wo man ihr Liebe und Geborgenheit schenkt. Auch mit Kindern, die sich ruhig verhalten und nicht zu wild und stürmisch sind, kommt Sady sehr schnell gut zurecht.

Wer gibt ihr die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und die schönen Seiten des Lebens kennenzulernen? Erfahrung im Umgang mit unsicheren Hunden wäre natürlich optimal.

Sady ist 50 cm groß, wiegt 25 kg und ist gechipt, geimpft, kastriert, entwurmt und völlig gesund.

Wer schenkt ihr ein liebevolles Zuhause für immer?

  • Geschlecht: Weiblich
  • Rasse: Mix
  • Alter: ca. 3,5 Jahre (Juni 2017)
  • Schutzgebühr: 300,- €

Ihre Geschichte:

Meine Geschichte ist nicht viel anders als die Geschichte eines jeden anderen Streuners hier in Sarajewo: Herumlaufen und versuchen etwas zu Fressen und einen warmen und sicheren Platz zum Schlafen zu finden und immer darauf zu warten, dass es einen doch erwischt und man gefangen wird.

Und dann hat es mich erwischt. Die Hundefänger, die mich gefangen haben, waren so schrecklich – ich habe es vor Angst kaum ausgehalten. Es war so schlimm, dass ich kurz davor war, den Glauben an die Menschen zu verlieren. Ich hatte doch nichts falsch gemacht. Ich bin kein schlechter Hund!

​Ich bin auch kein aggressiver Hund – und trotzdem bin ich um ein Haar in der Tötungsstation gelandet.

Der Kasten, in dem ich sein musste, war voll von Urin und anderen Dingen und stank bestialisch.

Da ich nicht wusste, was mir noch alles passieren würde und ich auf keinen Fall etwas falsch machen wollte, habe ich mich in die Ecke gedrückt und mit dem Leben abgeschlossen – ich war einfach nur verzweifelt und traurig.

Und dann kam diese Frau und nahm meine Mitbewohnerin mit – und obwohl sie die Tür offen ließ, bewegte ich mich nicht einen Meter, sondern blieb in meiner Ecke sitzen. Nach allem, was mir passiert war, hatte ich solche Angst und wollte einfach nur unsichtbar sein. Mein Vertrauen konnte man nicht mehr so einfach gewinnen, dafür hatte ich schon zu viele grausame Dinge erlebt.

Aber diese Frau war anders – sie interessierte sich für mich, obwohl ich weder ein süßer Welpe noch ein kleiner weißer Hund bin. Ich bin nicht die Sorte Hund, die jeder sofort haben will.
Ich bin eine ältere Hundedame und mir bleibt es nur noch, auf den Tod zu warten.

Aber da sie Interesse an mir zu haben schien, wollte ich ihr zeigen, dass ich auch nett sein kann und wedelte ein wenig mit dem Schwanz – aber zu spät, sie war schon weg.

Keine Problem, ich werde ich hier an diesem Ort bleiben. Ich werde nichts essen und dann werden sie vielleicht endlich sehen, was sie mir angetan haben.

Aber dann, nach zwei Stunden, kam die seltsame Frau wieder und diesmal nahm sie mich mit.

Ich hatte wahnsinnige Angst, es war das zweite Mal an einem Tag, dass ich gegen meinen Willen irgendwo hingebracht wurde. Aber ich habe nicht gebellt, ich habe nur versucht zu entkommen, aber wieder ohne Erfolg.

Die Frau hat mich in Sicherheit gebracht. Ich war so durcheinander, dass ich 4 Tage nichts gefressen habe.
Ich sitze immer noch in der Ecke, aber ich lasse es zu, dass man mich berührt.

Ich brauche mehr Zeit als andere Hunde, um wieder Vertrauen aufzubauen und wenn ich sprechen könnte, dann würde ich dir so viele Dinge erzählen, dass du verstehen würdest, warum ich kein Vertrauen zu den Menschen habe.

Aber wenn du bereit bist, mir Zeit zu geben, dann verspreche ich, dass ich mich anstrengen werde und eines Tages kann ich vielleicht wieder die Nähe von Menschen genießen.

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Mit unserem Verein unterstützen wir aktuelle Projekte im In- und Ausland. Hierzu gehört die aktive Tierhilfe in der bosnischen Stadt Mostar. Wir helfen, die Veterinärstation zu modernisieren, auszubauen und weiterzuentwickeln. Tierärztliche Versorgung kann in Zukunft schneller, effektiver und mit weniger Komplikationen gewährleistet werden.

Es wird immer Straßenhunde und Straßenkatzen geben, doch wir möchten eine unkontrollierte Vermehrung mit unserem Kastrationsprojekt verhindern. Viele Welpen werden geboren, um zu sterben.

Es reicht jedoch nicht aus, nur zu kastrieren und die Tiere wieder auf die Straße zu setzen. Zu wenig Nahrungsangebot, zu viele angefahrene und verletzte Tiere und zu wenig Platz in der Auffangstation veranlassen uns, zu helfen. Gerade Tiere, die verletzt sind, haben geringe Chancen auf eine angemessene Behandlung. Eine richtige Diagnose kann vor Ort meist nicht gestellt werden und auch die Möglichkeiten schwieriger Operationen sind begrenzt. Deshalb holen wir solche Tiere auch nach Deutschland. Die Palette reicht von ausgesetzten Welpen bis hin zu älteren Tieren. In privaten Pflegestellen mit Familienanschluss werden unsere Tiere liebevoll aufgenommen, bis sie ein neues Zuhause gefunden haben.



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