Nachhaltiger Tierschutz: Deutscher Verein hilft in Apulien/Süditalien

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Oasi246_2Das Ziel: nachhaltiger Tierschutz vor Ort

Nicht wenige lieben das Land Italien und verbringen dort jedes Jahr ihren Urlaub. Leider hat „Bella Italia“ aber auch Schattenseiten. Fernab von den Touristenzentren sterben sie zu Tausenden. Unbeachtet und unbeweint :die Straßenhunde Apuliens und die Hunde in den italienischen Verwahrlagern, den sogenannten Canili.

In Italien werden trotz einer eindeutigen Gesetzeslage pro Jahr über 100.000 Familienhunde ausgesetzt. Allein in Apulien vagabundieren 100.000 Straßenhunde über die Straßen. Ihre Todesrate ist hoch, indem sie verhungern, verdursten oder vergiftet werden.

Da weniger als 10 % der italienischen Hunde gechippt und sterilisiert sind, pflanzen sie sich fort und gebären alleine in Apulien 50.000 Welpen im Jahr auf den Straßen, in Hinterhöfen und Erdlöchern, dazu kommen die Welpen, die wenige Tage nach ihrer Geburt in Plastiktüten auf den Müll geworfen und dort „entsorgt“ werden.

Diejenigen, die von Hundefängern in Canili gebracht werden, trifft es noch schlimmer. Dort erwartet die Hunde das eigentliche Grauen. Sie werden zwar nicht getötet, haben aber nur geringe Chancen, ein solches Canile wieder verlassen zu können oder gar adoptiert zu werden.
Denn mit diesen Hunden macht man Geschäfte.

Die Gemeinden zahlen an einen Canilebetreiber eine pro Hund/pro Tag- Pausschale für dessen Unterbringung. Dies bedeutet, je mehr Hunde im Canile und je weniger für sie ausgegeben wird, desto größer der Gewinn für die Betreiber. Deshalb sind diese Canili für die Bevölkerung oft nicht zugänglich, denn jede Adoption würde ja bedeuten, dass der Betreiber einen Hund weniger hat, also weniger Geld fliesst.

In Italien ist das Geschäft mit den Hunden zu einem echten Buiseness geworden, mittels dessen ca. 750 Millionen Euro umgesetzt werden.

Und die Hunde in diesen Canili?
Diese durchleben die Hölle auf Erden.



Zusammengepfercht auf engstem Raum und ihren Zwinger NIE verlassend, stehen sie knöcheltief in ihren Exktrementen, leiden an permanentem Hunger und Durst. Ihre Wunden und Krankheiten bleiben meist unbehandelt, eine Chance auf Adoption existiert so gut wie nicht. Einmal hier eingeliefert worden zu sein, bedeutet dort auch zu sterben. Geschätzte 700.000 Hunde durchleben dieses tagtägliche Inferno vor allem in Süditalien.
Die Tierschützer vor Ort tun, was sie können, kämpfen aber gegen eine Wand aus Gleichgültigkeit und Korruption an und es sind einfach zu viele Hunde, denen es schlecht geht. Diese Canili sind der eigentliche Horror Italiens.

Wir helfen!

Unser Verein und der Schweizer Verein SOS-Straßenhunde (http://www.sos-strassenhunde.ch) arbeiten mit einem als gemeinnützig anerkannten italienischem Tierschutzverein vor Ort zusammen und verfolgt zwei große Ziele :

1) Aufklärung und Information gegenüber der Bevölkerung und politischen Tierschutz
2) Die Schaffung des Pilotprojektes Oasi Nuova Vita : Auf einem 10.000 qm großen Grundstück inmitten dieser Hundehölle soll das Pilotprojekt „Oasi Nuova Vita“ geschaffen werden und eine Kastrationsklinik, eine Krankenstation und ein Welpenhaus geschaffen werden. Es soll zu einem Zentrum für Aufklärung werden und schon Schulkinder an das Thema Tierschutz heranführen.

Hier geht es nicht darum, das 1500ste „0815“-Tierheim zu errichten.

Hier geht es darum , endlich einmal einen Kontrast zu den hier überall anzutreffenden schrecklichen Canili zu schaffen und den Menschen und vor allem den Verantwortlichen zu zeigen, WIE eine solche Struktur beschaffen sein muss, damit sich Hunde wohlfühlen können. Es soll ein Zentrum für konsequente Prophylaxe (=Kastrationen )n werden und das Niveau eines gut geführten deutschen Tierheims erhalten, in welchem tägliche Öffnungszeiten bestehen, Adoptionen gefördert werden und die Hunde regelmäßigen Freilauf haben. Und so wird es ein Zeichen setzen, damit auch die Tierheime Italiens irgendwann einmal keine Orte des Schreckens mehr sein werden.

Dieses Oasi Nuova Vita muss jedoch – um den Pilotcharakter zu unterstreichen – einen hohen Standard erhalten; demzufolge sind die Baukosten sehr hoch. Alleine für die Klinik sind ca. 100.000 Euro nötig. Daher brauchen wir dringend Sponsoren, Spender und Schirmherren. Helfen Sie uns dabei, das Schicksal der Canilihunde zum Guten zu wenden. Bauen Sie mit an einer besseren Zukunft für diese Hunde, die bisher unendlich viel Leid ertragen müssen.

Einen kleinen Film über die aktuelle Rettungsaktion dreier kleiner Freunde: Lele, Peppino & Speme – gerettet nach über 10 Jahren aus einem Canile:

Unsere Kontaktadresse:
Tierschutzprojekt Italien e.V.
Wilhelmstrasse 5
97070 Würzburg

Mail: info@tierschutzprojekt-italien.de
www.tierschutzprojekt-italien.de

Facebook Seite
http://www.facebook.com/Tierschutzprojekt.Italien

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