Gurt, Box, Gitter: Hunde bei der Autofahrt sichern

825

Hunde können im Auto zu Geschossen werden - Der Bund Deutscher Tierfreunde weist auf Sicherungspflicht hin.
Hunde können im Auto zu Geschossen werden - Der Bund Deutscher Tierfreunde weist auf Sicherungspflicht hin.
Wenn jetzt auch die letzten Bundesländer in den Urlaub starten, reisen wieder viele Haustiere mit in die Ferien. Viele Autofahrer wissen jedoch nicht, dass sie ihr Haustier im Auto sichern müssen, so der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen.

Es drohen sogar Bußgelder und im schlimmsten Fall bei einem Unfall Ärger mit der Versicherung. Zudem gelten im Ausland, beispielsweise Italien, noch strengere Vorschriften und bei Verstößen empfindliche Strafen.

Bereits ein kleiner Hund von zehn Kilogramm, der ungesichert im Innenraum sitzt, kann bei einem Auffahrunfall zum riskanten Geschoss werden, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Crash-Test zeigen eindeutig, dass sie eine Wucht entwickeln können, die die Windschutzscheibe zertrümmert. Mensch und Tier werden dabei schwer verletzt.

Sitzt ein größerer und schwerer Hund ungesichert auf der Rückbank, kann dieser bei einer Vollbremsung den Sitz so stark nach vorne drücken, dass der Mensch auf diesem Sitz eingequetscht wird, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Selbst wenn man nur leicht bremsen muss, kann sich ein Hund ohne Gurt oder Sicherung verletzen.

Es liegt also im Interesse von Mensch und Tier den Vierbeiner sicher unterzubringen. Er sollte auf keinen Fall auf dem Schoß des Fahrers oder vor dem Beifahrersitz ungesichert transportiert werden. Auch eine ungesicherte Reise auf dem Rücksitz ist zu gefährlich. Eine Gurtpflicht für Hunde (wie etwa in Italien) besteht zurzeit noch nicht überall.

Für Katzen gilt, dass sie am besten in einem Transportkäfig untergebracht werden. Der sollte aber nicht frei stehen, sondern so transportiert werden, dass er auch bei Bremsmanövern an seinem Platz bleibt, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Für den sicheren Transport von Hunden gibt es grundsätzlich drei Schutzmöglichkeiten: die Hundebox, den Sicherheitsgurt und das Hundegitter.

Welches die beste Lösung ist, hängt von Automodell, Geldbeutel und persönlichen Vorlieben ab. Für kleine Hunde sind zudem Autositze im Handel. Diese dienen aber nur dazu, den Hund im Auto gut unterzubringen und haben keine Sicherungsfunktion, betont der Bund Deutscher Tierfreunde.

Pressemitteilung: Bund Deutscher Tierfreunde e.V., 26.07.2011

[learn_more caption=“Portrait: Bund Deutscher Tierfreunde“]Portrait:
Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz im nordrheinwestfälischen Kamp-Lintfort ist ein überregionaler Tierschutzverein.Der 1999 gegründete BDT e.V. unterhält zwei eigene Tierheime in Kamp-Lintfort sowie in Weeze und unterstützt rund 40 Tierheime und Tierschutzvereine im gesamten Bundesgebiet. Der BDT e.V. ist ein Verein für Tier-, Natur- und Artenschutz.[/learn_more]

Teilen
Vorheriger ArtikelPresseschau: Tierquäler festgenommen, mehr Hunde in Südwestfalen
Nächster ArtikelVideo: Mücken im Urlaubsland Gefahr für Hunde
Das Portal Hunde in Not bietet Hilfe für in Not geratene Hunde. Wir unterstützen Tierschutz-Vereine bei der Präsentation ihrer Tiere und bieten die Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Die Betreiber der Seite vermitteln nicht selbst - Interessenten sollten daher bitte immer das im jeweiligen Artikel verlinkte Kontaktformular oder die dort angegebenen Kontaktdaten nutzen. Wir sind auch immer auf der Suche nach Nachrichten und Informationen rund um das Thema Hund. Bitte kontaktieren Sie uns bei Fragen oder Anregungen: jens@hunde-in-not.com