Behindertenbegleithund: Golden Retriever Mars wird Helfer auf vier Pfoten

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Auf den ersten Blick sieht Mars aus wie jeder andere Golden Retriever: Ein treuer Blick und das dichte, kuschelige Fell lassen nicht erahnen, dass sich Mars deutlich von seinen Artgenossen unterscheidet. Der anderthalbjährige Rüde wird in den kommenden Wochen seine Ausbildung zum Behindertenbegleithund antreten und einem Berliner Rollstuhlfahrer als nützlicher Begleiter sowie Helfer auf vier Pfoten zur Seite stehen. Nachdem er in einer Patenfamilie und mit Unterstützung versierter Hundetrainer erzogen und auf das Leben vorbereitet wurde, folgt nun von fachlicher Seite eine Art Feinschliff. Er wird auf seine wichtige Aufgabe als Behinderten-Begleithund vorbereitet, sagt Maria Roll vom Berliner Verein Hunde für Handicaps.

Der in der Hauptstadt ansässige, bundesweit tätige Verein Hunde für Handicaps e.V. hat sich auf die Ausbildung von Behinderten-Begleithunden spezialisiert und begleitet sowohl die Hunde als auch ihre künftigen Halter seit 1991 fachlich auf dem Weg zu einem gut funktionieren Mensch-Assistenzhund-Team. Voraussetzung ist, dass die Hunde vom Wesen und Charakter her für diese anspruchsvolle Aufgabe als Assistenzhund geeignet sind, sagt Maria Roll von Hunde für Handicaps e.V.. So müssen die Hunde in ihrem ersten Lebensjahr nicht nur Grundgehorsam lernen und aufs Wort hören. Auch sollten sie keinen ausgeprägten Jagdtrieb besitzen, ruhig und sehr ausgeglichen sein. Hinzu kommt, dass die Hunde über eine gesunde Portion Neugier verfügen sollten. Mars ist der einzige von ursprünglich sechs Hunden, der die hohen Ansprüche erfüllt. Die Hunde wurden als Welpen gekauft und im Patenprogramm des Vereins aufgezogen sowie trainiert. Die Paten der übrigen fünf Hunde haben sich rührend um ihre vierbeinigen Zöglinge gekümmert, wofür wir uns auch herzlich bedanken, sagt Maria Roll. Doch wegen der strengen Eignungskriterien konnte nur Mars zur finalen Ausbildung zum Behinderten-Begleithund zugelassen werden.

Erst, wenn ein Hund nach seinem ersten Training in einer Patenfamilie erfolgreich einen Eignungstest absolviert, kann auch die Intensivausbildung zum Behinderten-Begleithund beginnen, ergänzt Maria Roll. Im Rahmen dieses Trainings lernt Mars, sich voll und ganz auf seinen neuen Halter einzustellen. Je nach dem Bedarf des zukünftigen Besitzers werden dem Hund spezielle Assistenzleistungen beigebracht. Diese können sein: Wäsche aus der Waschmaschine holen, einen Fahrstuhlknopf oder Lichtschalter betätigen oder ein klingelndes Telefon bringen. Kurzum: Der Hund erleichtert seinem neuen Besitzer das Leben erheblich und ist ihm eine unverzichtbare Hilfe. Zwei Menschen mit Handicap interessieren sich derzeit für Mars der Verein klärt nun, welcher Bewerber den tierischen Assistenten am dringendsten benötigt.

Seinen Namen verdankt Mars übrigens dem Futtermittelhersteller Mars, der mit seiner Marke Pedigree die Arbeit des Vereins Hunde für Handicaps e.V. finanziell unterstützt.

Bei der Finanzierung der Hundeausbildung ist der Verein dringend auf Spender und Sponsoren angewiesen, da Behinderten-Begleithunde im Unterschied zu Blindenführhunden nicht als medizinisches Hilfsmittel anerkannt sind.

Über Hunde für Handicaps e.V.

Der Verein Hunde für Handicaps e.V. ist am 25. Mai 1991 als Verein für Behinderten-Begleithunde Berlin-Brandenburg gegründet worden. Vorbild für den Verein Hunde für Handicaps e. V. ist die amerikanische Organisation Canine Companions for Independence (CCI), die 1975 von der Pädagogin Bonnie Bergin gegründet wurde und die sich mit der Ausbildung von Partner- und Assistenzhunden beschäftigt. Der Verein bildet Behinderten-Begleithunde als Partner und Helfer für behinderte Menschen aus. Zum einen können behinderte Hundehalter ihren Hund gemeinsam mit den Trainern des Vereins zum Behinderten-Begleithund ausbilden, zum anderen gibt der Verein Hunde für Handicaps e. V. ausgebildete und geprüfte Behinderten-Begleithunde ab. Der Verein unterstützt behinderte Menschen in Fragen der Hundehaltung und organisiert Freizeitaktivitäten als sinnvollen Ausgleich für behinderte Hundehalter und ihre Tiere. Beim Verein Hunde für Handicaps e. V. engagieren sich derzeit 70 Mitglieder. Die Entertainerin Gayle Tufts (Bar jeder Vernunft, Tipi am Kanzleramt) ist prominente Schirmherrin des Vereins.

Pressemitteilung veröffentlicht am: 05.07.2013, Foto: Foto: Andrew Blight / Flickr / CC BY 2.0, http://www.flickr.com/photos/ablight/

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